Gerade arbeite ich an


in Zusammenarbeit mit Grandhotel Cosmopolis und Kulturpark West

Seit kurz vor Ostern lebe ich im Grandhotel Cosmopolis und erlebe die Soziale Plastik, das Wie miteinander leben? als alltägliche Aufgabe zwischen allen, die in diesem Haus ein und aus gehen. Wir alle sind durch eine andere Herkunft und Erziehung geprägt und lernen hier bewusst zu neuen Wegen des Miteinanders zu finden. Dieser Prozess ist tiefgreifend, rüttelt an den Grundfesten unserer Umgangsformeln, bringt uns an die Grenzen der eigenen Person und ist in seiner Intensität schwer vorstellbar. Ein Versuch andere Wirklichkeiten zu verstehen und zu teilen.

gefördert vom Kulturfonds Bayern



Aufgefallen, dass ich Deutschland – das Land aus dem ich stamme, kaum kenne, ist mir, als ich vor über zehn Jahren als AuPair auf Island war. Der Wunsch die Menschen, die in den verschiedenen Regionen Deutschlands leben, kennen und so besser verstehen zu lernen, kam während dieser Zeit das erste Mal in mir auf. Dieser Wunsch ist geblieben und gewachsen, bis ich letztes Jahr beschloss mich einigen ausgewählten Orten zu widmen und drei Monate dort zu leben. Orte, die mich wegen ihrer lokalen Eigenheiten und ihres Wandels interessieren und von denen ich glaube, dass sie die Charakteristika unserer Gesellschaft in Deutschland zeigen können. Ich möchte von den Menschen erzählen, die diese Orte zu dem machen, was sie heute sind.

Begonnen hat alles in  (2013)


Im Laufe des letzten Jahres habe ich einige LichtenbergerInnen persönlich kennengelernt und durfte im Austausch mit ihnen, mindestens einen Schritt in ihre Wirklichkeit setzen; und sie in meine.


>mein Lichtenberger Reisetagebuch


Ausgewählte Begegnungen wurden performativ verarbeitet und so gezeigt, dass sie das Publikum direkt, persönlich und unter vier Augen, ansprechen. In einem Raum des Museums Lichtenberg, der mit geliehenem Mobiliar von meinen Lichtenberger Bekannten gestaltet wurde, konnte man sie erleben.




»Jetzt ist alles anders, aber nichts hat sich geändert.«

Phở - ein Kochabend mit zehn Gästen


©Arne Schmitt


»Wenn ich zurückdenke, kommt mir immer als erstes die Geschichte von der modernen Bilderstürmerei nach der Wende ins Gedächtnis, die Du (als Klaus) so eindrucksvoll dargestellt hast. Dass das genau so abgelaufen sein soll, erstaunt mich heute noch. Es hat mich deshalb so stark betroffen, weil nach der Wende ein Teil meines damals vergangenen Lebens einfach mit einem Federstrich beseitigt wurde, dazu gehört eben auch die DDR-Kunst. (Im Moment versucht man ja die Reste wieder hoffähig zu machen!). Ich habe an diesen Staat trotz aller Fehler und Missstände geglaubt, weil die Grundidee die von mehr Gerechtigkeit im Leben der Menschen war. Du merkst, die Erinnerung an Deine Arbeit ist sehr stark mit meinen persönlichen Gefühlen verbunden. Vielleicht ist das der Grund, dass Du diese Performance nur jeweils mit einer Person machst?«

»It was really good to listen to your stories through the perspective of another person in Lichtenberg and from what I could understand despite my lack of German; I came away thought full about the life of someone else and with an insight into a place and time I may not have experienced otherwise.«

Kommentare von BesucherInnen




gefördert vom Bezirkskulturfonds / Kultur in Lichtenberg und den Lichtenberg Studios