in Zusammenarbeit mit Grandhotel Cosmopolis,
Kulturpark West und dem Augsburger Friedenfest

Seit April lebe ich in Augsburg und lerne eine Stadt kennen, in der mehr als 40% der Bevölkerung einen Migrationshintergrund haben und finde hier den Aufbruch, dessen Stimmung gerade überall im Land webt. Die AugsburgerInnen sind für ihr vorbildliches Zusammenleben mit der migrantischen Bevölkerung bekannt. Aber wie funktioniert diese beispielhafte Inklusion? Welche Herausforderungen der Alltag in einer derart heterogenen Gesellschaft an uns stellt, das erlebe ich derzeit im Grandhotel Cosmopolis und leider auch, dass wir nicht gleich sind, z.B. hinsichtlich Sprache und Asylrecht. Aber wir sollten uns bewusst und entschieden dafür einsetzen, dass wir uns mehr und mehr annähern. Eine Reihe ausgewählter Erlebnisse werden zu Performances, die sich mit ihren Fragen an Sie wenden: Was haben wir in dieser Gesellschaft zu teilen?

Präsentation der Performances zwischen dem 19. - 29. Juli 2014 im Rahmen des Augsburger Friedensfestes.




mit Kadiatou Camara

Eine Begegnung au 4ème étage des Grandhotels. Darüber, ob ich jemanden willkommen heiße, den ich nicht verstehen kann. Nicht auf der sprachlichen, nicht auf der kulturellen Ebene. Und dieser Mensch braucht meine Hilfe. Chez toi: souvent la famille rends tout possible pour aider un de ces membres - Können auch wir eine solche Familie sein?

So 20. | Di 22. | Do 24. & Mo 28.Juli 2014
14:00 | 16:00 | 18:00

Treffpunkt: 4.Etage Grandhotel Cosmopolis

für jeweils eine Person

Bitte melden Sie sich hierfür unter info(a)fraukefrech.com an.

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Jetzt ist alles anders, aber nichts hat sich geändert

von Frauke Frech (unter Mithilfe von Klaus A. / aus: Mein ganz privates Deutschland: Berlin-Lichtenberg)

Frauke Frech empfängt Sie im Museum Walter und gewährt Ihnen Einblicke in ein Leben in DDR und BRD - zwischen sozialistischem Kollektiv, der Liebe zur Kunst und der Arbeit für den Staat. Wie steht es um das innerdeutsche Verständnis in Bezug auf die Wiedervereinigung? Eine dialogische Performance mit Werken von Künstlern aus der DDR, die auch Sie fragt: Kann ich etwas beurteilen, das ich selbst nicht erlebt habe?

Sa 19. & So 27.Juli 2014
13:30 | 15:00 | 16:30
(Achtung - alle Termine sind bereits ausgebucht !)

Treffpunkt: Eingang Kunstmuseum Walter

für jeweils eine Person

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The Grand Beauty Salon


©Roi Kfir

Lassen Sie sich verwöhnen, verschönern und werden Sie ein/e Andere/r!

Die Grand Beauty ExpertInnen sind sich einig: this job is about helping the people to feel and look better. Bekanntlich hat aber die oder der schön sein will zu leiden. Man braucht einen klaren Cut und verabschiedet sich von Altem, will lästiges Haar loswerden, verwöhnt werden oder sich mal richtig aufpolieren. In Begegnungen unter vier Augen verhandeln Sie mit unseren Profis wonach Sie suchen: Kurz-, Langhaar-, Steck- oder Bart-Frisuren; Make-up; diskrete Haarentfernung; etc. und erfahren was als schön in Mazedonien gilt, was im Iran, wie der Arbeitsalltag eines Barbiers ist und wie die Situation unserer ExpertInnen in diesem Land.

Sa 26.Juli 2014 ab 16:00 zum Standing of the Shoulders of Giants Parcours

Start: Freitreppe Springergässchen, Ecke Mauerberg - 86152 Augsburg

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Wandertag

mit einer 14-köpfigen Gruppe

Ganz verschiedene Menschen zusammen auf dem Weg ins Grüne. Wie können wir uns anders begegnen, als wir es im Alltag tun und eine bleibende Verbindung zwischen uns schaffen?

Di 29.Juli 2014
ab 15:30 (ca. 4 Stunden)

Treffpunkt: Lobby Grandhotel Cosmopolis

Bitte bringen Sie etwas zum Essen mit und melden Sie sich unter info(a)fraukefrech.com an.



Mein ganz privates Deutschland: Augsburg wird gefördert vom Bayerischen Staatsministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst, Stadt Augsburg, Heinrich Böll Stiftung: Freundinnen + Freunde

Herzlicher Dank gilt allen, die dieses Projekt unterstützen! - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - -


Aufgefallen, dass ich Deutschland – das Land aus dem ich stamme, kaum kenne, ist mir, als ich vor über zehn Jahren als AuPair auf Island war. Der Wunsch die Menschen, die in den verschiedenen Regionen Deutschlands leben, kennen und so besser verstehen zu lernen, kam während dieser Zeit das erste Mal in mir auf. Dieser Wunsch ist geblieben und gewachsen, bis ich letztes Jahr beschloss mich einigen ausgewählten Orten zu widmen und für drei Monate dort zu leben. Orte, die mich wegen ihrer lokalen Eigenheiten und ihres Wandels interessieren und von denen ich glaube, dass sie die Charakteristika unserer Gesellschaft in Deutschland zeigen können. Ich möchte von den Menschen erzählen, die diese Orte zu dem machen, was sie heute sind.

Begonnen hat alles in  (2013)


Im Laufe des letzten Jahres habe ich einige LichtenbergerInnen persönlich kennengelernt und durfte im Austausch mit ihnen, mindestens einen Schritt in ihre Wirklichkeit setzen; und sie in meine.


>mein Lichtenberger Reisetagebuch


Ausgewählte Begegnungen wurden performativ verarbeitet und so gezeigt, dass sie das Publikum direkt, persönlich und unter vier Augen, ansprechen. In einem Raum des Museums Lichtenberg, der mit geliehenem Mobiliar von meinen Lichtenberger Bekannten gestaltet wurde, konnte man sie erleben.




»Jetzt ist alles anders, aber nichts hat sich geändert.«

Phở - ein Kochabend mit zehn Gästen


©Arne Schmitt


»Wenn ich zurückdenke, kommt mir immer als erstes die Geschichte von der modernen Bilderstürmerei nach der Wende ins Gedächtnis, die Du (als Klaus) so eindrucksvoll dargestellt hast. Dass das genau so abgelaufen sein soll, erstaunt mich heute noch. Es hat mich deshalb so stark betroffen, weil nach der Wende ein Teil meines damals vergangenen Lebens einfach mit einem Federstrich beseitigt wurde, dazu gehört eben auch die DDR-Kunst. (Im Moment versucht man ja die Reste wieder hoffähig zu machen!). Ich habe an diesen Staat trotz aller Fehler und Missstände geglaubt, weil die Grundidee die von mehr Gerechtigkeit im Leben der Menschen war. Du merkst, die Erinnerung an Deine Arbeit ist sehr stark mit meinen persönlichen Gefühlen verbunden. Vielleicht ist das der Grund, dass Du diese Performance nur jeweils mit einer Person machst?«

»It was really good to listen to your stories through the perspective of another person in Lichtenberg and from what I could understand despite my lack of German; I came away thought full about the life of someone else and with an insight into a place and time I may not have experienced otherwise.«

Kommentare von Gästen




gefördert vom Bezirkskulturfonds / Kultur in Lichtenberg und den Lichtenberg Studios