Die Kunst der Freien Meinungsäußerung (2013)
ein Projekt mit der lokalen Bevölkerung - XXII. Greizer Theaterherbst

©Stefan Schmidt, Frauke Frech

Was bewegt die GreizerInnen? Zu Themen wie Lohnpolitik, Perspektivlosigkeit, Abwanderung und neonazistische Tendenzen in der Region, aber auch über das bloße Miteinander wurde eine Plakatserie von neun Motiven gestaltet und im Stadtraum verteilt. In Bezug zu den diesjährigen Wahlplakaten bekamen unsere Fragen und Kommentare noch mehr Tragweite. Wir arbeiteten sowohl mit einer Ästhetik, die hier Anklang findet, als auch mit dem lokalen Dialekt. Um diese Themen öffentlich zu diskutieren, wurden zudem drei Talkshows mit lokalen ExpertInnen initiiert und im Rahmen des Festivals präsentiert.

Herzlichen Dank: Stefan Schmidt, Martin Enderlein, Sabine Petri, Jens Schulze, André Gottschalk, Heike Seiler, Franziska Barth, Jürgen Wolf, Anja-Maria Vetter, Johannes Reiher, Barbara Ebert und Wolfgang Fesenmeyer



Living Room (2012)
Festivalproduktion - Transeuropa-Festival Hildesheim

©Roman Liebe

Living Room ist ein europäisches Performance-Kollektiv, das mit unvorhergesehenen Begegnungen und in gegenseitigem Austausch mit der lokalen Bevölkerung arbeitet. Wir erforschen wie eine künstlerische Mikro-Gesellschaft, durch die Art und Weise ihres Zusammenlebens, die so genannte große Welt inspirieren kann.

Wir haben uns während des Transeuropa-Festivals in Hildesheim zusammengeschlossen, wo wir für sechs Wochen als KünstlerInnen-WG in einem Haus gelebt und gearbeitet haben. Wir sind Miguel Bonneville (P), Edvinas Grin (LT), Vaida Brazuinaite (LT/IS), Gunnur Martinsdottir-Schlüter (IS/D) und Frauke Frech (D).

Vielen Dank: Hannah Pfurtscheller, Michael Kranixfeld, Pamina Dittmann, Aishe Spalthoff, Marlene Wolter, Kristin Grün, Marco Barsda, Stefanie Hartung, Frank Oberhäusser, Juliane Löffler und allen anderen, die mit unseren Projekten in Berührung gekommen sind.




>Living Room Portfolio
>Dokumentation
>d(13) 60 wrd/min art critic



L E I B E R (2009)
Wachs-Foto-Objekte | Installation - Landesvertretung Schleswig-Holsteins in Berlin

 
©Janna Rönnau
©Janna Rönnau
Leben in einer technisierten, maschinellen Welt.
Spüre ich meinen Körper noch weil meine Finger Tasten berühren oder weiß ich lediglich, dass er vorhanden ist?

Durch heutige Kommunikationsorgane erstrecken wir uns von der greifbaren Erlebniswelt in die digitale Realität, während sich unsere Körper zunehmend verflüchtigen. Performativ verarbeitete ich Alltagssituationen und daran geknüpfte Gefühle mit meinem Notebook. Dabei entstanden Nahaufnahmen, die meinen Körper als ausschnitthafte Hautlandschaften zeigen und trotzdem verbergen.
Im Recorporationsprozess wurden die geplotteten Körperbilder in einem Wachsbad getränkt, das sie zu Häuten macht. Das Wachs umhüllt die Bilder, macht sie transparent und durch die warme, organische Oberfläche haptisch anziehend.

Die Abbilder werden auf das Niveau ihrer tatsächlichen Bedeutung für uns gehoben, die Diskrepanz zwischen Digitalem und Leiblichem wird eingeschmolzen.


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  ©Arne Schmitt
 
séquence dans un cadre (2007 / re-edit 2013)
digitales Video | 5 min. - Livraria Sá da Costa Lisboa


Ein intimer Moment. Fragmentiert und in ambivalenten Zuständen, führe ich genormte Bewegungsmuster ad absurdum und gehe an meine Grenzen. Mein Körper wird vom Bildausschnitt in Szene gesetzt und von ihm beschnitten. Der Videoschnitt zertrennt zudem die Kohärenz des Geschehens, so dass ich das Material, auf seine formalen Aspekte reduziert, auszustellen vermag.



 

 

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